Luther – Ich fürchte nichts

Glaube, Gott und gute Worte?

Deutschland 1517 – zwischen dem strengen Regiment der katholischen Kirche, einem immer lauter werdendem Schrei nach sozialer Gerechtigkeit und der medialen Revolution durch die Erfindung des Buchdrucks, entfacht Martin Luther einen Sturm, dessen Auswirkungen er weder kontollieren noch absehen kann. Bis zu seinem Lebensende wird er von den Folgen seines Handelns und seinen inneren Dämonen heimgesucht werden. Einen gewissen Frieden findet er in seiner späten Heirat als Ehemann und Vater.
Katharina von Bora, Cranach, Melanchthon, Thomas Müntzer und der Rabbi von Leipzig, sie alle finden sich in dieser packenden und komplexen Geschichte wieder, die uns nach Worms, Rom, Wittenberg und Eisleben führt, von Bauernaufstand zu Nonnenflucht, vom Ablasshandel zum Buchdruck, aber auch zu den Zwiegesprächen die der von chronischer Verstopfung geplagte Luther mit dem Satan auf der Toilette führte. Die großen und kleineren Stationen der Reformation vereinen sich zu einem bild- und sprachgewaltigen Mosaik, in dem die Zeit selbst unsere Fremdenführerin ist.
In „Ich fürchte nichts“ begibt sich das NN Theater auf die Spurensuche nach dem berühmten Reformator und Urvater des evangelischen Glaubens und erzählt mit der typischen hauseigenen Mixtur aus Slapstick, Humor, Tragik und viel Musik eine komplexe Geschichte über Politik, Religion, Liebe, Schuld und Zufall.
Luther – Ich fürchte nichts

Es spielen Irene Schwarz Aischa-Lina Löbbert Oliver Schnelker Michl Thorbecke Christine Per

Buch George Isherwood

Regie Gregor Höppner

Musik Bernd Kaftan

Bühne Michl Thorbecke

Kostüm Claus Stump